05.03.2018 - leichtathletik.de | Jan-Henner Reitze

Cindy Roleder Comeback-Fünfte

Cindy Roleder
Cindy Roleder
Bei der Hallen-WM in Birmingham ist Hürdensprinterin Cindy Roleder am Samstagabend auf Rang fünf gelaufen. Freiluft-Weltrekordlerin Kendra Harrison holte ihren ersten internationalen Titel.

Es war der erwartete Hundertstel-Kampf um die Medaillen im Finale im Hürdensprint bei der Hallen-WM in Birmingham. Nachdem sie die vergangene Sommersaison wegen einer Entzündung des Ischiasnervs abbrechen musste, war Cindy Roleder (SV Halle) bei diesem Showdown wieder mittendrin dabei. Den ganz perfekten Lauf erwischte die Europameisterin nicht ganz, blieb in 7,87 Sekunden aber zum fünften Mal in diesem Winter unter 7,90 Sekunden und wurde Fünfte.

Nach mehreren vergeblichen Anläufen holte sich Freiluft-Weltrekordlerin Kendra Harrision ihre erste internationale Medaille und die gleich in Gold. In 7,70 Sekunden stellte sie dabei den US-Rekord ein und blieb nur zwei Hundertstel über dem Weltrekord von Susanna Kallur (Schweden; 7,68 sec). Silber ging an Landsfrau Christina Manning (7,79 sec). Überraschend zu Bronze sprintete Nadine Visser (7,84 sec), die schon im Halbfinale einen Landesrekord (7,83 sec) für die Niederlande aufgestellt hatte.

STIMME ZUM WETTKAMPF:

Cindy Roleder (SV Halle):
Nach einer Verletzung, bei der man nicht mehr gehen kann, darf man über gar nichts enttäuscht sein. Nadine war heute extrem stark. Klar, es fehlen nur drei Hundertstel zu Bronze. Aber die fehlen eben. Mein Lauf war auch nicht ganz rund. Ich bin dennoch absolut happy mit meiner Saison. Ich habe am laufenden Band 80er-Zeiten abgerufen. Wir wissen alle: Ich bin eigentlich keine Hallenläuferin (lacht). Ich habe mich zwar am Start verbesset, aber die 100 Meter Hürden liegen mir mehr. Ich freue mich auf das anstehende Trainingslager. Nächste Woche geht es in die Wärme. Ich denke, wenn ich verletzungsfrei bleibe, wird es ein gutes Ding im Sommer. Gerade nach so einer Verletzung muss man seinen Körper pflegen. Ich werde auf die Regeneration achten, Physiotherapie einbauen und Yoga. Das gehört dazu, wie natürlich auch hartes Training.

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