12.11.2017 - DOSB | Presse

DOSB fordert Bundesförderprogramm für Sportinfrastruktur

Auf der Fachmesse FSB 2017 in Köln steht die Sportstättensituation im Fokus

Deutschland hat neben Straßen, Brücken und Schulen auch seine Sportstätten jahrelang vernachlässigt und fährt seine Infrastruktur auf Verschleiß. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) fordert ein Bundesförderprogramm, denn ohne den Bund ist die marode Sportstätteninfrastruktur nicht zu modernisieren. Die Situation der Sportstätten ist deshalb auch das Kernthema, das der DOSB auf der Internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen (FSB) vom 7. bis 10. November in Köln in den Fokus rückt.

Die (Teil-) Sperrungen von Autobahnbrücken werfen regelmäßig das Scheinwerferlicht auf ein Thema, welches eigentlich viel größer ist, denn nicht nur Straßen und Brücken sind marode, sondern auch weite Teile der baulichen Infrastruktur für die Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger wie z.B. Versorgungsnetze, Schulgebäude und eben auch Sportstätten. „Es ist erstaunlich, dass sich Deutschland mit erheblichen Versäumnissen in einem Bereich abzufinden scheint, welches das renommierte DIFU-Institut (Deutsches Institut für Urbanistik) gar als `Leistungen zur Existenzsicherung´ definiert: Schließungen von Schwimmbädern, Unterricht in Containern sowie unzumutbare sanitäre Schulanlagen gehören zum Alltag“, sagt Walter Schneeloch, DOSB-Vize-präsident Breitensport und Sportentwicklung.

Wie in anderen Bereichen der Daseinsvorsorge ist es vor allem eine Aufgabe der Kommunen, Sportstätten zu sanieren bzw. zu modernisieren, zu bauen und finanziell zu fördern. Doch die Kommunen sind strukturell unterfinanziert – eine aufgabengerechte Anpassung der Finanzverfassung lässt seit Jahren auf sich warten. „Schuldenbremsen mögen verfassungsrechtlich sinnvoll sein, haben sich aber zu Investitionsbremsen entwickelt. Haushaltssicherungskonzepte und die staatliche Finanzaufsicht höhlen das kommunale Selbstverwaltungsprinzip aus, zumal Sport-stättenförderung als freiwillige Aufgabe abklassifiziert und damit zur Disposition gestellt wird“, sagt Andreas Klages, stv. Geschäftsbereichsleiter Sportentwicklung im DOSB. Juristen in Regierungspräsidien würden häufig nach dem Prinzip entscheiden: Ist das Pflichtaufgabe oder kann das weg? Das Problem des Sanierungs- und Modernisierungsstaus im Bereich der Sportstätten sei damit zu einer grundsätzlichen und politischen Frage geworden.

Es braucht eine nationale Allianz zur Verbesserung der Modernisierung von Deutschlands Infra-struktur und hier insbesondere seiner Sportstätten. Walter Schneeloch sagt: „Wenn selbst in Zeiten einer soliden Wirtschaftsentwicklung und guter Steuereinnahmen, geringen Zinsen und einer klaren Problemanalyse Bund und Länder sich nicht zu einer nationalen Kraftanstrengung zur Förderung der Sportinfrastruktur durchringen können, ist es schlecht um unser Land bestellt. Man sollte sich schlicht nicht damit abfinden, dass unsere Kinder in kaputten Schulturnhallen unterrichtet oder Schwimmbäder nur deswegen geschlossen werden, weil kein Geld für die Sanierung vorhanden ist!

Dabei ist eins klar: Ohne ein nachhaltiges finanzielles Engagement des Bundes, der wiederholt auf ungeplante Steuermehreinnahmen in beträchtlicher Höhe blicken kann, sind die Engpässe nicht aufzulösen. Es ist zu hoffen, dass der Bund in der Legislaturperiode 2017-2021 ein Bun-desprogramm zur Förderung der Sportinfrastruktur im Umfang von jährlich mindestens 500 Millionen Euro auflegt. Der DOSB hat hierzu in seinen Wahlprüfsteinen ein eigenes Kapitel aufgenommen.

DOSB, Landessportbünde und DFB mit Thementagen auf der FSB

Am Messestand C 71 in Halle 10.2 der KölnMesse stellen neben dem DOSB auch die Landessportbünde (LSB) aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Württemberg sowie erstmals der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ihre Themen vor. Auch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft und der Deutsche Sportausweis sind dabei.

An allen vier Messetagen informiert der DOSB über die Vielfalt von Sporträumen in Deutschland und wie Sportstätten durch Sanierungsstau bedroht sind. Der Sportdachverband und die Landessportbünde zeigen gute Beispiele wie Klima- und Ressourcenschutz bei Neubau, Modernisierung und Sanierung von Sportstätten gelingen kann. Außerdem präsentiert der DOSB das Internetportal für nachhaltige Sportstätten, "Green Champion 2.0". Jeder einzelne Messetag wird zudem ein spezielles Sportstättenthema hervorheben und näher beleuchten; so informieren die LSB aus ihrer Beratungspraxis und stellen gute Beispiele vereinseigener Sportstätten vor. Das Programm am DOSB-Messestand wird durch zahlreiche Fachveranstaltungen begleitet.

Der Deutsche Fußball-Bund veröffentlichte kürzlich das aktualisierte Kompendium „Sportplatzbau & -erhaltung“ in fünfter, komplett neu überarbeiteter Auflage. Die Veröffentlichung bündelt das Fachwissen auf diesem Gebiet im deutschsprachigen Raum auf einzigartige Weise.




Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt trauert um Hans-Dieter Zocher

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Judo: Vizeweltmeisterehren für Teresa Zenker

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Bei den Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom in Pau (Frankreich) hat das Team des Deutschen Kanu-Verbandes zum Auftakt Gold und Silber in den Mannschaftswettbewerben gewonnen.

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Ruder WM: "Wird Zeit, dass es losgeht!"

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Kanu-Slalom: Behling/Becker siegen und holen den Gesamtweltcup

11.09.2017 - DKV | Presse
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OSP/LSB: Klausurtagung in Aschersleben

07.09.2017 - OSP
Vom 4.-5. August 2017 trafen sich die Leistungssportverantwortlichen von Landessportbund und Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt zu einer Klausurtagung in Aschersleben, bei der es eine erste Auswertung des noch nicht ganz abgeschlossenen Wettkampfjahres gab und der Blick auf den bereits begonnenen Olympiazyklus und die Strukturreform gerichtet wurde.

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